Die aktuelle Entwicklung, individuelle regionale Konzepte zu den bundeseinheitlichen Vorgaben zur Wertstofferfassung (Wertstofftonne)Wertstofftonne
Mit der vom Gesetzgeber geplanten Einführung der Wertstofftonne soll die Sammlung und Verwertung von Leichtverpackungen (LVP) und Wertstoffen (stoffgleiche Nichtverpackungen) bis spätestens 2015 neu geregelt werden. Da die Einführung einer Wertstofftonne oder eines äquivalenten Erfassungssystems (Wertstoffhof) konkrete Regelungen zur Trägerschaft sowie der Zusammensetzung „der Wertstofftonne“ erfordern, hat das zuständige Bundesumweltministerium auf Basis des so genannten „Planspiels“ drei mögliche Szenarien für eine entsprechende Neuregelung konkretisiert.
Nach unserer eigenen Einschätzung werden im Anschluss an die derzeit stattfindende Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die Regelungen zur zukünftigen Wertstofftonne durch eine „Wertstoffverordnung“ oder ein „Wertstoffgesetz“ festgelegt. Parallel werden derzeit in vielen Kommunen die Grundlagen (rechtlich, technisch) für ein geändertes Wertstofferfassungssystem erhoben. Hierbei unterstützt das Fachkonsortium Integrierte Wertstofferfassung zuzulassen, eröffnet Entsorgern und kommunalen Entsorgungsträgern große Chancen: ökonomische und ökologische Vorteile einer integrierten Wertstofferfassung)integrierte WertstofferfassungUnter einer integrierten Wertstofferfassung verstehen wir die Findung der für die jeweilige Region geeignetesten Materialzusammensetzung einer Wertstofferfassung unter Berücksichtigung der:
• kommunalen/landesspezifischen Vorgaben/Interessen sowie
• (Sortier-) anlagenspezifischen Gegebenheiten/Möglichkeiten und
• der Wünsche der Bürgerinnen und Bürger
noch nicht vorgesehen aber gewünscht in Absatz 5, 1. Satz können genutzt werden, ohne erprobte Strukturen aufzugeben oder regionale Besonderheiten zu vernachlässigen.
Viele öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger stehen damit vor der Frage, wie die Wertstoffsammlung künftig in ihrem Einzugsgebiet erfolgen soll. Erfolgversprechend sind kooperative Modelle)kooperative ModelleUnter kooperativen Modellen verstehen wir das Zusammenwirken von kommunalen und privat-wirtschaftlichen Entsorgern unter Einbeziehung der dualen Systeme bei der Findung der für die jeweilige Region geeigneten Lösung. , die eine einvernehmliche Lösung zwischen öffentlich-rechtlicher und privater Entsorgungswirtschaft herstellen – private Entsorger haben hier die Chance, mit innovativen Modellen und neuen Angebotsstrukturen an den Markt zu gehen.
Die komplexe Struktur unterschiedlicher Erfassungs-, Behandlungs- und Verwertungsmodelle erfordert nicht nur eine Optimierung im Hinblick auf Art und Umfang der Sammlung, Abrechnung/Kostenträger, Sortierverträge und Verwertungsoptionen, sondern auch Abstimmung mit dualen Systemen, Klärung technischer Fragestellungen bei der Abfallbehandlung sowie Berücksichtigung rechtlicher Aspekte der Systembeteiligten etc.
Entscheidend für kooperative Modelle ist ein fairer Interessenausgleich: das Fachkonsortium Integrierte WertstofferfassungFachkonsortium Integrierte Wertstofferfassung:Mit der Gründung eines Fachkonsortiums sind wir dem Wunsch vieler Kommunen und Entsorger nachgekommen, die sich bei der Einführung einer Wertstofftonne die Unterstützung eines kompetenten Partners bedienen wollen, der sowohl die rechtlichen als auch die technischen Fragestellungen abdeckt. Das bietet diesen Service aus einer Hand, indem die beteiligten Experten aus dem Bereich der Abfallwirtschaft (Rechtsanwälte, Umweltexperten, Sachverständige und Wissenschaftler) die Aufträge gemeinsam abwickeln. Kunden und Interessenten haben einen zentralen Ansprechpartner, der die jeweiligen Experten je nach Erfordernis einbezieht bietet den Beteiligten die notwendige objektive und unabhängige Beratung: wissenschaftlich und rechtlich abgesichert wird der gesamte Entscheidungs- und Planungsprozeß begleitet und die Umsetzung durch konkrete Einzeldienstleistungen unterstützt. Das Fachkonsortium richtet sich mit seinem Angebot gleichermaßen an kommunale Entscheidungsträger und an die private Entsorgungswirtschaft.
Neu ist neben dem vernetzten Dienstleistungsspektrum auch der modulare Aufbau: alle Aufgabenpakete können als gesamtes Paket oder entsprechend den regionalen Vorgaben einzeln und paßgenau abgerufen werden. Die Kommune oder der private Entsorger wählt bedarfsgerecht u. a. zwischen
Information / Erstberatung · Planung, Durchführung, Auswertung von Modell-/ Pilotversuchen · Sortieranalysen zur Ermittlung der Verpackungsanteile und stoffgleichen Nichtverpackungen · Abstimmungen mit dualen Systemen, Anpassung der Abfallsatzung · Angebotsausschreibung der Entsorgungsdienstleistungen · Umsetzung im Regelbetrieb · Optimierung der Sortiertechnik · Öffentlichkeitsarbeit und Information politischer Entscheidungsträger.
Fachkonsortium Integrierte Wertstofferfassung: